Gerade wenn es im Sommer sehr heiß ist erfreuen sich Weinschorlen bei Gartenpartys oder zum Ausklang eines schönen Abends auf Balkon und Terrasse großer Beliebtheit. Durch die Mischung des Weins mit Mineralwasser zu einer Weinschorle steigt der Alkohol nicht so schnell zu Kopf und dennoch muss man nicht vollständig auf den Wein-Genuss verzichten. Wie man sich eine Weinschorle im Weinglas einfach selber mischt, wie viele Kalorien eine Weinschorle hat und weiteres Wissenswertes erfahrt ihr in diesem Artikel.

Zum gemütlichen Abendessen wird gerne Wein gereicht - Im Sommer auch gerne als Schorle gemischt. (Foto: John Canelis / Unsplash)
Zum gemütlichen Abendessen wird gerne Wein gereicht – Im Sommer auch gerne als Schorle gemischt. (Foto: John Canelis / Unsplash)

Welche Weine sind für Weinschorlen geeignet?

Der Klassiker unter den Weinschorlen ist ganz klar die Weißweinschorle, welche wohl auch die am häufigsten getrunkene Variante ist. Besonders gut geeignet sind Weine, welche über etwas mehr Säure und verfügen, wie zum Beispiel Riesling. Außerdem lassen sich auch Grauburgunder gut mit stärker perlendem Mineralwasser mischen.  Da der Wein durch die Mischung mit Wasser an Geschmack verliert, sind fruchtige und säuerliche Weine gut geeignet, sie können sich in der Schorle auch gemischt durchsetzen.

Grundsätzlich ist die Auswahl des Wein allerdings Geschmackssache. Wer Wein mit weniger Säure lieber mag, dem wird wahrscheinlich auch eine Weinschorle aus Thurgau oder Silvaner besser gefallen. Verbote gibt es bei der Weinschorle allerdings nicht. Am besten mischt man, was einem persönlich auch am besten gefällt. Neben der klasischen Weinschorle aus Weißwein erfreuen sind auch Varianten aus Rosé-Weinen wachsender Beliebtheit und auch Rotweinschorlen sind mittlerweile nicht mehr per se verpönt.

Zu beachten ist, dass die verschiedenen Weinsorten unterschiedlich auf Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure reagiert. Als Faustregeln gilt folgendes:

  • Liebliche Weine und Dessertweine am besten mit kohlensäurehaltigem Wasser harmonieren. Viel Kohlensäure fängt die Süße des Weins etwas auf und betont die enthaltene Säure stärker.
  • Trockene Weißweine und Rosè lassen sich am besten mit Medium-Mineralwasser kombinieren. Das leicht perlende Wasser unterstreicht die Säure in den meist jungen Weinen sehr gut.
  • Bei Rotweinen greift man zum Mischen einer Weinschorle am besten zu einem stillen Wasser. Durch stark perlendes Mineralwasser würde die Säure und der kräftige Geschmack des Rotweins noch stärker unterstrichen werden, was das Geschmackserlebnis schnell unruhig macht.

Letztendlich entscheidet allerdings der eigene Geschmack über die persönliche beste Weinschorle.

Weinschorle: Was braucht man?

Das Mischen einer Weinschorle ist einfach und es werden nur wenige Dinge benötigt, die wohl in fast jedem Haushalt vorrätig sind. Neben (idealerweise vorgekühltem) Wein benötigt man kühles Mineralwasser, Messbecher sowie passende Weingläser. Je nach Volumen können dabei sowohl größere Weißweingläser, als auch Rotweingläser eine gute Wahl sein. Wer kein sprudelndes Mineralswasser mag, kann auch ein stilles Wasser verwenden. Falls zur Hand können Gartenkräuter wie Basilikum oder Minze eine schöne Zierde im Weinglas sein und der Schorle weitere geschmackliche Nuancen hinzufügen, für zusätzliche Kühlung können 1-2 Eiswürfel pro Glas sorgen. Falls der Wein noch zu warm sein sollte, kann man ihn in Weinkühlern schnell und Effizient herunterkühlen.

Das richtig Mischverhältnis für Weinschorlen

Auch das richtige Verhältnis von Wasser und Wein ist kein Hexenwerk – Auch wenn man unter Umständen etwas probieren muss, um das sein perfektes Mischverhältnis zu finden. Doch das richtige Rezept zu finden ist wohl auch ein eher angenehmes Vergnügen.

Eine Weinschorle kann man einfach selber machen. Es können Weiß-, Rosé und Rotweine verwendet werden. (Foto: Elle Hughes / Unsplash)
Eine Weinschorle kann man einfach selber machen. Es können Weiß-, Rosé und Rotweine verwendet werden. (Foto: Elle Hughes / Unsplash)

Rezept für  eine Weinschorle

Das normale Mischverhältnis für eine Weinschorle liegt bei einem Teil Wein und einem Teil Mineralwasser, wobei man das verwendete Wasser je nach Wein variieren kann.

Was braucht man für das Rezept?

  • 100 ml Wein (Weiß-, Rosé- oder Rotwein)
  • 100 ml Mineralwasser (still, medium oder stark perlend)
  • Messbecher
  • Weingläser

Wichtig ist, dass man erst den Wein in die Weingläser einschenkt und dann das Wasser, da sich Wasser und Wein sonst nicht gut vermischen. Wer es ganz genau mag, nimmt für das richtige Maß den Messbecher zur Hand. Man kann sich jedoch auch auf sein Gefühl verlassen. Außerdem lassen sich Weinschorle natürlich auch stilvoll in einer bereitstehenden Weinkaraffe vorbereiten. Eine Weinschorle mit dem Mischverhältnis 1:1 weist einen Alkoholgehalt zwischen ca. 5-6% auf, ist also deutlich milder als purer Wein. Dies wirkt sich auch auf die in der Weinschorle enthaltenen Kalorien aus.

Rezepte für kräftigere und schwächere Weinschorlen

Je nach Geschmack kann es sich auch anbieten etwas mit den Mischverhältnissen zu experimentieren. Bei einem Verhältnis von 2:1 wird sich der Geschmack des Weins etwas stärker durchsetzen. Dieses Rezept entspricht dann 200 ml Wein mit 100 ml Mineralwasser. Bei einem umgedrehten Mischverhältnis von 1:2 erhält man eine mildere Weinschorle, welche aus 100 ml Wein und 200 ml Mineralwasser gemischt wird. Doch der Fantasie und Experimentierfreude sind bei Weinschorlen-Rezepten eigentlich keine Grenzen gesetzt.

Wie viel Kalorien hat eine Weinschorle?

Alkoholische Getränke wie Bier und Wein sind wegen hauptsächlich wegen ihres Alkoholanteils auch relativ reich an Kalorien. Wer jedoch sonst auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achtet, muss jedoch nicht unbedingt bei der Weinschorle mit dem Kalorien zählen anfangen, da diese auf Grund des Mischens mit Wasser ohnehin schon weniger ins Gewicht fällt.

Wie bereits erwähnt stammt der Großteil der Kalorien einer Weinschorle aus dem enthaltenen Alkohol. Bei purem Weißwein liegt der Alkoholgehalt in der Regel zwischen ungefähr 10 und 12 Prozent. Ein Glas Weißwein mit 200 ml Inhalt weist so ungefähr 120 Kalorien auf.

Mischt man sich eine kleine Weinschorle aus 100 ml Weißwein und 100 ml Mineralwasser enthält diese rund 60 Kalorien. Eine große Weinschorle aus 200 ml Wein und 200 ml Mineralswasser zählt demnach rund 120 Kalorien. Der exakte Anteil an Kalorien hängt jedoch maßgeblich vom Mischverhältnis sowie dem Alkoholgehalt des verwendeten Weins ab. Bei Schorlen aus Rotwein oder Rosé kann der Alkoholgehalt des Weins etwas höher sein, diese Weinschorlen sind daher auch etwas kalorienreicher. Wer seine über den Abend aufgenommen alkoholischen Kalorien im Blick behalten möchte findet bei kenn-dein-limit.info einen guten Kalorienzähler.